Eins der Aushängeschilder von rotorsoft ist die übergreifende Betriebsführung von Erneuerbare-Energie-Anlagen jeglicher Art. Das Hauptaugenmerk lag in der Vergangenheit dabei besonders auf Windenergieanlagen. Nun freuen wir uns, mit diesem Release erstmals eine vollumfängliche Betriebsführung von Solaranlagen ermöglichen zu können.
Mit Hilfe von Fördergeldern der Europäischen Union und Erfahrungsberichten aus der Branche konnten wir Besonderheiten in der Betriebsführung von Solaranlagen erarbeiten und so bestehende Strukturen innerhalb der Software überdenken und neue Strukturen schaffen.

Als Ergebnis präsentieren wir nun eigens für den Solarbereich geschaffene Funktionen und Auswertungen. Bei der Erarbeitung des Projekts war uns jedoch auch wichtig, so viele aus dem Windbereich bekannte Funktionalitäten wie möglich zu übernehmen, inklusive Logbuch, Berichte, Überwachungskonfigurationen und mehr. So konnten wir erreichen, dass die Arbeit mit Solaranlagen in rotorsoft 2 sich vom ersten Moment an vertraut anfühlt.
Wir haben dem Thema Solar in der Hilfe von rotorsoft 2 ein ganzes Kapitel gewidmet, welches eine Übersicht darüber gibt, wie rotorsoft den Aufbau einer Solaranlage versteht, und auflistet, welche besonderen Funktionen die Solaranbindung mitbringt. Vorab könnt ihr die PDF-Version der Hilfe (Passwort: Release-2024-06) lesen. Hier ein kleiner Auszug:
Performance-Auswertungen
Die neuen Auswertungen Gerätevergleich und Soll-/Ist-Vergleich Ertrag und Leistung ermöglichen zum einen den Vergleich mehrerer Solargeräte untereinander und zum anderen den Vergleich des aktuellen Ertrags bzw. Leistung vom theoretisch möglichen Wert.

Die zugehörigen Überwachungskonfigurationen erzeugen Logbuchereignisse, sobald in der Auswertung selbst definierte Grenzwerte überschritten werden.
Diese Tools bieten eine umfangreiche Überwachung der Performance aller Solargeräte, insbesondere das Erkennen und Melden von Minderperformance einzelner Geräte.
Darstellung im Anlagenbereich
Windenergieanlagen sind nach dem festen Schema Portfolio — Park — Anlage organisiert. Eine Solaranlage gliedert sich hier auf derselben Ebene wie Windenergieanlagen ein. Allerdings können unterhalb der Ebene Solaranlage weitere Ebenen existieren, die die Geräte der Solaranlage darstellen.
Für die Darstellung des Anlagenzustands werden bei Windenergieanlagen die Ereigniskategorien verwendet. Geräte einer Solaranlage dagegen zeigen die Performance im Vergleich zum Soll.

Vorgangsliste
Im Zuge des Solarprojekts ist auch die neue Vorgangsliste entstanden, welche u. a. einen portfolioweiten Überblick über alle Vorgänge gibt.

Die Detailansicht eines gewählten Vorgangs zeigt Vorgangsdetails, Vorgangsgrunddaten, Kommentare und Aufgaben und bietet eine komfortable, schnelle Bearbeitung auch mehrerer Vorgänge gleichzeitig. So ist es möglich, aus mehreren Vorgängen eines Parks Arbeitsaufträge zu erstellen.
Detaillierte Filtereinstellungen, die auch als Filterprofile gespeichert werden können, tragen zur effizienten Vorgangsbearbeitung bei.
Die Vorgangsliste ist für die Betriebsführung von Solaranlagen optimiert, funktioniert aber auch hervorragend für alle anderen Energiearten.
Plandatum in Vorgängen
Schon beim Errichten hat eine Anlage einen Zeitplan für Wartungsarbeiten über die komplette Laufzeit hinweg. Entsprechende Vorgänge mit geplantem Start können in rotorsoft angelegt werden, jedoch erfordert die Wartungsplanung eine gewisse Unschärfe für die Durchführung der Arbeiten. Die Vorgaben für eine Jahreswartung können zum Beispiel einen Start ab einen Monat vor und ein Ende bis einen Monat nach dem Plandatum vorsehen.
Ab diesem Release haben Vorgänge in rotorsoft ein Plandatum und eine Vorlauf- und Nachlaufzeit, welche relativ in Tagen oder absolut mit Datum (frühestmöglicher Start und spätmöglichstes Ende) angegeben werden können. Diese Datenfelder ersetzen den bisherigen geplanten Start und das geplante Ende.

Die Alarmierungen über das Stillstandsmeldetool laufen weiterhin über die Datenfelder frühestmöglicher Start und spätmöglichstes Ende, in Zukunft wird die Alarmierung jedoch über weitere Alarmierungsdatenfelder gesteuert werden.
Für bestehende Vorgänge bedeutet das: der geplante Start wird für das Plandatum und den frühestmöglichen Start übernommen. Das geplante Ende wird für das spätmöglichste Ende übernommen.